Es geht abwärts - was tun?

06.02.2016

Das Jahr hat für alle, die mit Aktien zu tun haben, miserabel angefangen. Alle Indizes liegen im Minus, der SMI hat allein seit Jahresanfang 10 Prozent verloren, und er liegt bereits mehr als 15 Prozent unter dem Höchststand des letzten Jahres. Damit steht der Index fast genau wieder dort, wo er vor zehn Jahren, 2006, gestanden hat. Mist!

 

Und die nähere Zukunft schaut alles andere als toll aus: China sorgt für genug Aufregung an den Märkten, wir haben einen Ölpreis, der fast täglich munter weiter kollabiert und für Ratlosigkeit sorgt, die Lage im Mittleren Osten ist instabil wie schon Jahre nicht mehr, und den grossen Firmen scheint es kaum mehr zu gelingen, ihre Gewinn zu steigern. Und nach wie vor tricksen die Notenbanken von immer mehr Ländern in immer grösserem Stil mit ihrer Währungen, manipulieren die Geldmenge, die Zinsen, die Kurse. Wie soll es da an den Aktienmärkten aufwärts gehen?

Ich habe keine Ahnung, ebenso wenig wie alle anderen Marktbeobachter und -Teilnehmer. Es ist gut möglich, dass die Märkte noch weiter fallen – viele erwarten es geradezu. Andere sprechen von einer vorübergehenden Korrektur und erwarten für dieses Jahr keine besonders schlimmen Abstürze. Wer hat Recht? In einem Jahr wissen wir es.

Was tun? 

  • Einen kühlen Kopf bewahren. 
  • Wer einen Plan dafür hat, wie er Geld in Aktien investieren will, muss strikt bei seinem Plan bleiben. Wenn der Plan vorsieht, dass bei fallenden Kursen Aktien gekauft werden, so sollten jetzt gemäss den vorher definierten Kriterien Aktien gekauft werden. Wenn der Plan vorsieht, dass bei fallenden Kursen Aktien verkauft werden, dann, hmm, ist das vielleicht ein schlechter Plan, aber es ist besser, dem Plan zu folgen und die Aktien zu verkaufen, notfalls mit Verlust. 
  • Wer keinen Plan dafür hat, wie er sein Geld in Aktien investiert, befindet sich nun in einer üblen Lage. Da er sich nie mit kühlem Kopf überlegt hat, was er in einer Situation, wie wir sie jetzt haben, tun soll, ist guter Rat teuer. Vielleicht wäre es an der Zeit, abzuspringen, das heisst, alles zu verkaufen und später wieder einzusteigen. Aber zuerst sollte sich so ein Investor, oder besser, so ein Spekulant, sich erst mal einen Plan zurecht zu legen, der nicht nur schönwettertauglich ist, bevor er wieder einzusteigt.

Planen für die nächsten Monate. 

Als dividendenorientierter Investor bin ich an den Kursen „meiner“ Aktien zwar interessiert, aber mehr noch an den Dividenden, welche ich erhalte. 

In den letzten Wochen haben bereits mehrere Firmen aus meinem Portfolio die Dividende erhöht. Dies ist das Signal, welches mir wichtig ist. Der Kurs der Aktien mag fallen, aber mein Einkommensstrom ist am Wachsen. 

Wenn ich diese Dividenden reinvestiere, ist es für mich sogar von grossem Vorteil, wenn die Kurse nicht steigen, sondern gar fallen. Für das gleiche Geld kann ich mir mehr Aktien kaufen. Nehmen wir Omega Healthcare Investors (OHI) als Beispiel.

Ich besitze 2000 Aktien von OHI. Das gibt bei einer Dividende von 56 Cents (pro Quartal) eine Dividende von 1120 USD. Nun wurde die Dividende um einen Cent auf 57 Cents erhöht, sodass ich nun 1140 USD erhalten werde. 

Bei einem Kurs von  (heute) USD 31.65 kann ich mir nun 36 Aktien kaufen. Fällt der Kurs auf 30, sind es 38 neue Aktien, steigt der Kurs auf 33.00, so sind es nur noch 34 neue Aktien, die ich mir aus den Dividenden kaufen kann. Ich bin also nicht wirklich daran interessiert, dass der Kurs steigt. Denn mit den Jahren kann es für mein Einkommen aus Dividenden ganz interessant werden, wenn der Kurs einer Aktie NICHT steigt, sondern fällt. 

Das ist völlig gegen jede Intuition – aber man kann es leicht nachrechnen. Schauen wir uns das Beispiel mit OHI über fünf Jahre an. 

Erste Annahme: Der Kurs bleibt über die ganzen fünf Jahre gleich, die Dividende wird jährlich um 7% erhöht. (Das ist weniger als der tatsächliche Wert der Erhöhungen der letzten Jahre.)

Im fünften Jahr erhalte ich eine Dividendenzahlung, welche um 75% grösser ist als anfänglich. Und das nur, weil ich alle erhaltenen Dividenden wieder investiert habe. Aus meinen 2000 Aktien sind 2720 Aktien geworden. Nicht schlecht.

Zweite Annahme: Der Kurs fällt über die fünf Jahre jährlich um 5%, die Dividende wird jährlich um 7% erhöht.

 

 

Mein Einkommen aus Dividenden beträgt nach fünf Jahren mehr als bei der ersten Annahme, weil ich wegen des tieferen Aktienkurses mehr Aktien kaufen konnte. Tatsächlich ist aber auch der Wert meiner Anlage gestiegen, indem ich die Dividenden reinvestiert habe. Ich habe nun 2837 Aktien, welche knapp 78‘000 USD wert sind, gegenüber den anfangs 2000 Aktien im Wert von 63‘300 USD. Und das trotz fallender Kurse während der ganzen Zeit.

Dritte Annahme: Der Kurs steigt über die fünf Jahre jährlich um 5%, die Dividende wird jährlich um 7% erhöht.

 

Leider vermindern die steigenden Kurse mein Einkommen aus den Dividenden. Ich habe zwar bei der optimistischen Variante ein viel höheres Vermögen, aber das Einkommen ist deutlich tiefer als mit den beiden anderen, pessimistischeren Annahmen. 

Spätestens jetzt ist klar, dass es nicht zu meinem Plan gehören kann, dass die Aktienkurse möglichst stark steigen. Mittelfristig werde ich besser fahren, wenn die Kurse nicht nur steigen, sondern zwischendurch auch mal kräftig fallen. 

Gerade im Hinblick auf die laufende Jahresberichterstattung und die Dividendenzahlungen im Frühjahr kann ich als dividendenorientierter Anleger davon profitieren, wenn die Kurse an den Börsen noch weiter nachgeben. 

Damit dies funktioniert, bin ich natürlich darauf angewiesen, dass die Firmen auch in schwierigeren Zeiten ihre Dividenden weiter verlässlich bezahlen. Während es dafür natürlich keine Garantie gibt, sind die Dividenden grosser Firmen nicht so krassen Bewegungen unterworfen wie die Aktienkurse. Hat eine Firma einmal damit begonnen, eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik zu betreiben, wird sie sich davor hüten, ohne Zwang von dieser Politik wieder abzurücken – sie würde blitzartig vom Markt abgestraft. Es gibt also so etwas wie ein Gewohnheitsrecht: Als Aktionär kann ich erwarten, dass die Dividenden in schlechten Jahren konstant bleiben und in guten Jahren erhöht werden. 

Da ich vor allem an einem wachsenden Einkommen aus Dividenden interessiert bin, kann ich mit der laufenden Korrektur ganz gut leben. Die Dividenden werden mit dem erwirtschafteten Gewinn bezahlt, und der ist in den wenigsten Fällen abhängig vom Aktienkurs. Der Gewinn wurde im letzten Jahr erwirtschaftet und wird nicht kleiner, wenn der Aktienkurs in diesem Jahr fällt. Die Höhe der gesprochenen Dividende wird auch vom Ausblick der Firmenverantwortlichen auf die Zukunft beeinflusst, und da werden wir wohl Dividendenerhöhungen am untersten Ende der Skala zu erwarten haben. So geschehen zum Beispiel bei Roche: von 8 Franken auf 8.10 ist nicht berauschend. 

Auch wenn es für dieses Jahr bei den bereits angekündigten Dividendenerhöhungen bleiben sollte, unterbricht dies die Zunahme des Einkommens aus Dividenden nicht: Mit den erhaltenen Dividenden werden, unabhängig vom aktuellen Aktienkurs, weitere Aktien gekauft, und spätestens in einem Jahr werfen diese neuen Aktien ihrerseits wieder Dividenden ab. Und diese werden wieder investiert, und so steigt das Einkommen Jahr für Jahr. 

Als weitere Massnahme habe ich in den vergangenen Wochen einige wenige Short-Mini-Futures auf den SMI und auf den S&P500-Index gekauft. Ich habe vor, da noch etwas aufzustocken, um meinen Barbestand zu erhöhen, falls die Kurse noch weiter sinken. Aber das ist nur ein Nebenschauplatz meiner Strategie.

Und irgendwann geht diese Korrektur vorbei, und die nächste Börsenparty beginnt und die Kurse steigen wieder. Aber wann das ist, weiss ich nicht. Es kann in diesem Jahr sein, oder im nächsten, oder erst in einigen Jahren. Aber Dividenden werden weiter bezahlt werden, solange Firmen Gewinne schreiben. 

Zinseszins: Der Freund des Langzeit-Investors

12.04.2015

Wie schon andernorts auf dieser Website beschrieben, ist der Effekt des Zinseszinses gewaltig. Wie gewaltig, das kann man sich schlecht vorstellen, aber ganz gut anhand von Beispielen sich vor Augen führen.

Die meisten Investoren, die an der Börse aktiv sind, versuchen mit geschickten Trades ihr Kapital möglichst schnell zu vermehren. Dieser Ansatz ist risikoreich, ungewiss und in der Regel nur mässig erfolgreich. Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Investoren (dieser Autor inbegriffen) viele weniger Rendite erwirtschaften als möglich wäre – und das erst noch mit weniger Nervenkrieg. Das ganze Geheimnis beim Investieren besteht darin, die Zeit für sich arbeiten zu lassen.

Anhand einer Excel-Tabelle habe ich die Performance der Nestle-Aktie und der Dividenden seit 1959 untersucht und berechnet, wie sich eine Anlage in Nestle seit 1960 bis heute, also über 55 Jahre,  entwickelt hat. Das Ergebnis ist ziemlich berauschend.

Datum  Kurs  Dividende 
31.12.1959    1.36  0.023
31.12.2014  72.95 2.20 
Ø Wachstum pro Jahr   7.51% 8.65% 

 

Von Anfang 1960 ist der Kurs der Nestle-Aktie von 1.36 bis Ende 2014 auf 72.95 gestiegen, was einer Verzinsung von 7.51% entspricht. Ähnlich die Dividenden: von 2.3 Rappen auf 2.2 Franken, bei einer Verzinsung von 8.65%. Hätten Sie Anfangs 1960 1000 Franken in Nestle-Aktien investiert, sähe damit Ende 2014 das Ergebnis so aus:

735 Aktien zu 72.95 im Gesamtwert von    53'618.25
Total Dividenden in 55 Jahren:   18'370.59
Aktuelle Dividendenrendite    161.7%
 

Das heisst also, Sie erhalten jetzt jährlich viel mehr Geld als Dividende ausbezahlt, als Sie 1960 einmalig investiert haben. Das seit dem 49. Jahr der Anlage übrigens, also seit 2008. Und voraussichtlich bis zu Ihrem Tod werden Sie jedes Jahr eine Dividende erhalten, die 8.65% höher ist als die vorangegangene. Und wenn Ihre Erben verstehen, welchen Schatz sie mit diesen Aktien geerbt haben und diese nicht gleich verkaufen, werden diese weiterhin jedes Jahr höhere Dividenden erhalten.

Diese Rechnung zeigt aber nicht einmal die halbe Geschichte. Es kommt noch VIEL besser. Etwa vier mal besser, genaugenommen.

Im Beispiel oben sind wir davon ausgegangen, dass die Dividenden einfach in Empfang genommen und nicht weiter berücksichtig werden. Was passiert aber, wenn wir mit den Dividenden wieder Aktien kaufen? Das Ergebnis ist unglaublich:

3020 Aktien zu 72.95 im Gesamtwert von        220'309.00
Total Dividenden in 55 Jahren:      59'851.75
Letzte Dividendenzahlung 6'644.00
Aktuelle Dividendenrendite     664.4%
 

Vermutlich geht es Ihnen ähnlich wie mir: Sie oder Ihre Eltern haben 1960 nicht in Nestle-Aktien investiert, und Sie haben nichts vom ganz ganzen Segen. Und vermutlich bleiben Ihnen auch nicht mehr 55 Jahre, um ein Vermögen aufzubauen. Also müssen wir schauen, wie die Rechnung mit kürzeren Zeiträumen ausschaut. Und vor allem, wie das in Zukunft ausschauen kann. Dabei ist es wichtig, daran zu erinnern, dass frühere Performance keine Garantie für die zukünftige Entwicklung ist. 

Dividendenwachstum als Anlagestrategie

16.02.2015

Die meisten Anleger bringen Geld an die Börse, weil sie sich Kursgewinne von ihren Aktien erhoffen, dank denen sich das Geld vermehren soll. Eine kleinere Gruppe von Investoren setzt auf stetes, solides Dividendenwachstum und erhofft sich, dass auf diese Art das investierte Geld wächst.

Die beiden Strategien unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung völlig, trotzdem können Anleger mit beiden Strategien erfolgreich sein. Wer in Aktien investiert, sollte klar verstehen, was die Vor- und Nachteile beider Strategien sind. Und vermutlich entscheidet er/sie sich für die eine oder andere Strategie, indem Geld mehrheitlich (darauf komme ich noch zurück) gemäss dieser Strategie investiert wird.

Wenn ich auf Websites für Anleger unterwegs bin, habe ich oft das Gefühl, dass weder Autoren noch Leser (die ja immer wieder auch Kommentare schreiben) wirklich verstehen, wie eine Strategie funktioniert, welche sich am Dividendenwachstum orientiert. Zu unklar bleiben die Bedeutung der Dividendenrendite, des Anlagehorizonts, des Dividendenwachstums und des Einkaufspreises bei dieser Strategie. In diesem Beitrag will ich deshalb auf diese wichtigen Punkte näher eingehen.

Das primäre Ziel des dividendenorientierten Anlegers

Anleger, die auf Dividendenwachstum setzen, verfolgen das Ziel, ein stetig zunehmendes Einkommen aus Dividenden zu erzielen.

Das tönt trivial, in der Praxis aber ist das alles andere als trivial. Ein stetig zunehmendes Einkommen kann nur mit Dividenden von Firmen mit soliden, über einen längeren  Zeitraum steigenden Gewinnen erwirtschaftet werden.  Solche Firmen gibt es, aber ihre Anzahl ist beschränkt. Man findet diese Firmen in der Regel als Bestandteil der grossen Indizes wie SMI, DAX, Dow oder S&P500. Es leuchtet ein, dass nur jene Firmen über Jahre solide, steigende Dividenden bezahlen können, welche auch über Jahre hinaus ihre Gewinne steigern können. Da es für einen Investor, der diese Strategie verfolgt, nichts Unwillkommeneres geben kann als eine gekürzte oder gestrichene Dividende, müssen die für eine Investition in Frage kommenden Firmen sorgfältig gewählt werden.

Für die Schweiz und Europa ist mir keine öffentliche Datensammlung bekannt, welche die Firmen dahingehend  untersucht, wie stetig sich die Gewinne und Dividenden über zehn oder zwanzig Jahre entwickelt haben. Das heisst, Investoren dieser Art müssen sich diese Daten selbst zusammensuchen. Der Stock Screener auf Google Finance kann für den Anfang dabei sehr nützlich sein. (http://www.google.com/finance#stockscreener)

Wer gerne in US-Aktien investiert, hat es leicht: Er lädt sich David Fish’s Liste der Dividenden-Champions herunter, und los geht’s. Da findet jedeR etwas für den eigenen Geschmack.

Drei Arten des Dividendenwachstums

Es gibt drei Möglichkeiten, wie das Einkommen aus Dividenden wachsen kann:

Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen treiben

13.02.2014

Was ich hier beschreibe, ist so kühl, so rechnerisch, soooo langweilig. Genau das ist es. Genau das kann den langfristigen Erfolg bringen. Überhaupt, hier geht um ein langfristiges Projekt. Investieren Sie auf einen Zeithorizont von 20 Jahren. Wenn Sie einen kürzeren Zeitraum betrachten, gibt es so viel Rauf und Runter bei den Preisen, dass Investieren wenig Spass macht.

Gutes Investieren ist so spannend, wie wenn Sie dem Gras beim Wachsen zuschauen. Schlechtes Investieren kostet Nerven, regt auf: manchmal sind Sie wegen eines schnellen Gewinns euphorisch, dann wieder wegen eines herben Verlusts deprimiert. Das ist weiter nicht schlimm.

Schlimm wird es, wenn diese Emotionen Ihre Anlageentscheide steuern: Ich habe so viel mit dieser Aktie gewonnen, da muss ich unbedingt noch massiv mehr kaufen. Dann steigt sie noch mehr und ich habe noch mehr Gewinn. Oder umgekehrt: Diese Aktie ist so gefallen, da wird nichts mehr. Besser verkaufen und in etwas investieren, das mehr Sinn macht. So sind Sie nicht am Investieren, sondern am Spekulieren.

Wie bauen Sie ein Aktienportfolio auf?

31.01.2014

Beim Aufbau eines Aktienportfolios gilt es, einige einfache Regeln zu beachten. Diese Regeln haben den Zweck, die Risiken Ihrer Investitionen zu streuen. 

  • Kaufen Sie Aktien mehrerer verschiedener Firmen. Mindestens zehn Aktien sollten es schon sein. Es ist nie auszuschliessen, dass das Management einer Firma Fehler macht. Managementfehler drücken sich in aller Regel blitzartig in fallenden Kursen aus. Das ist eine unschöne Sache für die Aktionäre. Gegen dieses Risiko hilft nur, dass Sie Aktien von verschiedenen Firmen verkaufen.
  • Kaufen Sie Aktien aus verschiedenen Branchen. Vielleicht mögen Sie Firmen in einer bestimmten Branche besonders, oder Sie kennen diese besonders gut. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, nur Aktien aus einer Branche zu kaufen - auch das ist ein Klumpenrisiko. Kaufen Sie Aktien von Versicherungen, Telekomanbieter, Softwarefirmen, Nahrungsmittelherstellern, usw. Es kann auch sein, dass bestimmte Sektoren des Marktes mal Mode sind, dann wieder gemieden werden. Einmal sind Technologieaktien in, dann wieder völlig out, dafür sind jetzt Pharmaaktien gefragt, aber nächstes Jahr ist wieder was Anderes Mode. In dieser Hinsicht macht der Markt, was er will, und Sie müssen mit dieser Tatsache beim Investieren leben.
  • Kaufen Sie Aktien von Firmen in verschiedenen Ländern. Natürlich sind Schweizer Unternehmen Weltspitze, aber es gibt ebenso gute Firme ausserhalb der Schweiz. Sie tragen damit natürlich automatisch Wechselkursgewinne und -Verluste mit, aber der Franken ist nun mal nicht die einzige Währung... Aktienmärkte von verschiedenen Ländern entwickeln sich mal schlechter, mal besser. Dieses Risiko können Sie abfedern, indem Sie Aktien von Firmen in unterschiedlichen Ländern kaufen.
  • Planen Sie langfristig. Dazu gehört, dass Sie Ihr Portfolio über viele Jahre verteilt aufbauen. Investieren braucht, wie alles Andere auch, Übung und Erfahrung. Kaufen Sie jedes Jahr Aktien, reinvestieren Sie jedes Jahr die Dividenden. Lassen Sie sich Zeit mit Ihren Entscheidungen. Rom wurde nicht an einem Tag gebaut, und auch ein genialer Investor wie Warren Buffett brauchte Jahrzehnte, bis er so reich wurde wie er heute ist.

Sie müssen nicht eine Unmenge verschiedener Aktien kaufen, das wäre nicht praktisch. Aber wenn Sie langfristig investieren, sollten Sie schon ein Portfolio von mindestens 15 bis 20 Aktien von Firmen unterschiedlicher Branchen zusammenstellen. Diese Diversifikation bringt mehr Stabilität ins Depot.